fokus²: Die nächste Generation – Mitstreiter in der Frontend-Entwicklung gesucht

Rathes Sachchithananthan — 02.Mrz.2015
in Allgemein,Web

Das fokus-cms war das CMS, in das ich mich verliebt hatte. Ich hatte mich damals, als ich mich von WordPress als normales CMS trennte, nach einer gescheiten Alternative gesucht. Ich hatte mich an Contao, Drupal und sogar TYPO3 oder Joomla probiert, um dann aber festzustellen, dass die entweder für kleine Webseiten zu komplex waren oder ich aber extrem hohen Aufwand in den Support und die Betreuung der Kunden stecken musste. Das konnte ich mir als 1-Mann-Unternehmen einfach nicht leisten, vor Allem weil ich Support als Etwas sehe, das kostenlos angeboten werden muss.

Ich suchte also wie verrückt, probierte sämtliche kleinere Content-Management-Systeme aus und fand dann irgendwann das fokus-cms. Es wurde mit dem Slogan „fokus. das cms.“ beworben und nach einigen Versuchen stand für mich fest: Es ist „das CMS“.

Die erste Generation: fokus. das cms.

Als ich mich das erste Mal mit dem CMS auseinandersetzte musste man sich noch verschiedene Lizenzen erwerben. Ich hatte nur getestet und dafür erst die Testversion benutzt. Nach und nach setzte ich mich aber intensiver mit dem CMS auseinander und teilte schon damals – überzeugt vom CMS – den Leuten, die dieses CMS betrieben und ich bis dahin gar nicht kannte, mit, was am CMS noch besser werden konnte.

Vieles hatten sie schon richtig gut gemacht. Der erste Blickfänger war natürlich das verdammt simple fensterbasierte User Interface. Es war so einfach zu bedienen, dass ich noch weniger Zeit in die Einführung der Kunden in das CMS stecken musste als mit WordPress. Das Ganze ging noch weiter, dass die Macher vom fokus CMS mit ihrem Konzept der Dokumentenklassen eine Möglichkeit geschaffen mit nativen Mitteln höchst komplexe Konstrukte wie einen Blog oder einen Veranstaltungskalender zu bauen. Man brauchte nicht mehr wie bei WordPress verdammt viele Plug-Ins, vieles ging schon nur mit Dokumentenklassen.

Ich war so überzeugt vom Produkt, dass ich immer mehr mit den Machern, ich wusste nun, dass sie Florian Petri und Torben Leuschner hießen, in Kontakt war. Ich bekam auch so mit, dass sie das CMS auf Open Source umstellen wollten und freute mich schon extrem.

Doch dann kam die leider böse Überraschung, als das CMS dann wirklich für jeden zugänglich war. Erst dann nämlich betrachtete ich den Code ernsthaft, da ich nämlich auf einigen Webmagazinen gelesen hatte, was man so schrieb: Der Code war das reine Chaos. Und die Versuche einige Bugs im Code zu entfernen scheiterten kläglich. Ich verstand die Struktur hinter dem ganzen Spaß einfach nicht. Da war keine Struktur in der Entwicklung. Und es gab keine Dokumentation, wo man sich hätte durcharbeiten können.

Da stand ich dann. Ich bin einer der Typen, die Konzepte lieben. Ob in der Unternehmensgründung, in der strategischen Beratung oder halt in der Softwareentwicklung – überall arbeite ich mit Konzepten. Konzipieren, Modellieren, Umsetzen, Testen und Dokumentieren. Ich halte mich beim Konzipieren nie an übliche Herangehensweisen (UML kenne ich nur aus der Uni). Aber ich modelliere und konzipiere schon immer.

Das fokus CMS ließ sich aber nicht mit meiner Arbeitsweise verbinden. Und je mehr ich mich mit dem Code auseinandersetzte, desto mehr Fehler fand ich auch an Stellen an denen ich vorher keine gesehen hatte bzw. vom Konzept geblendet einfach nicht sehen wollte. Nun – jetzt war ich auf dem Boden der Tatsachen.

Und ich setzte mir eines in den Kopf. Das geht besser, viel besser. Und so kam es, dass ich mich mit Florian und Torben in Verbindung setzte und sie dazu überzeugen konnte eine komplett neue, besser durchdachte zweite Version zu bringen: fokus². the next generation. Oder wie man das auch nennen mag.

Mit den beiden ursprünglichen Machern zusammen haben wir in der letzten Zeit einiges neu konzipiert und modelliert.

Die nächste Generation CMS: Neue und weiterentwickelte Funktionen

Das Konzept der ersten Generation passte. Davon waren und davon sind wir überzeugt. Aber wir haben noch weiter geschuftet und neue, sehr hilfreiche Funktionen konzipiert, die das Arbeiten mit dem System noch verbessern und vereinfachen sollten.

Viele kleine, aber feine Funktionen kamen zum bestehenden Konzept hinzu. Viele unnötige, kleine Funktionen verschwanden. Aber neben kleinen Funktionen gibt es auch größere Features im neuen Konzept. Beispielsweise ein simples, aber extrem dehnbares Workflow-Management-System, das es bei der richtigen Einstellung möglich macht das neue fokus CMS auch als kleines Redaktionssystem zu verwenden.

Die wichtigsten Sachen bleiben aber. fokus. das cms. So einfach Themes entwickeln wie bei WordPress, so komplexe Webseiten schaffen wie mit Typo3. Bis wir letzteres erreichen werden zwar noch eine Weile und viele Versionen vergehen, aber ersteres gab es schon vorher und wird auch nach wie vor bleiben. Verdammt einfach und schnell Themes erstellen. Die Funktionen werden zwar wahrscheinlich anders heißen und anders aufgerufen werden, aber das Prinzip bleibt bestehen. Wer mit dem alten fokus Themes entwickeln konnte, der kann es beim Neuen auch.

Für alle Neueinsteiger gibt es aber noch einen Bonus. In der neuen Version wird es voraussichtlich auch als Alternative die Möglichkeit geben Themes mit einer Template-Engine zu schreiben. Kein reines PHP mehr, sondern halt eine Templatesprache wie Smarty oder Blade. Welche ist noch nicht sicher, aber es wurde auf jeden Fall der Grundstein dafür gelegt.

Die nächste Generation Design: Optimiertes einheitliches Design

Neue Funktionen erfordern natürlich auch neue Fenster, neue Menüpunkte und dadurch neue Konzepte im User Interface. Für die neue Version haben wir direkt das ganze Interface überarbeitet. Wir haben das ganze Layout vereinheitlicht und zeitgemäß aufgewertet. Alles sieht jetzt viel leichter und moderner aus. Eine neue Generation halt. In der Galerie unten findest du einige Beispiele wie das User Interface in Zukunft aussehen wird. Wie findest du es? Lass doch Feedback in den Kommentaren da, denn nur durch immer mehr Anregungen können wir noch besser werden und fokus² noch weiter optimieren!

Was bisher noch nicht betrachtet wurde ist, dass das CMS mobil funktioniert. Es ist ein fensterbasiertes System, welches eigentlich nicht für kleine Endgeräte, sondern für Desktops ausgelegt ist. Eigentlich. Wir haben da einige Ideen. Da lässt sich bestimmt was optimieren, sodass fokus² auch mobil funktioniert. Wie wär es mit einer App-Fähigkeit? Sind alles nur Ideen, in dem Bereich ist noch nichts konkretisiert.

Die nächste Generation an Technik: Komplett neue Entwicklung mithilfe von Symfony2 und AngularJS

Das Beste kommt zum Schluss. Ich habe konzipiert. Und modelliert. Und bei der Umsetzung darauf geachtet, dass alles eine Struktur hat. Das ganze CMS wird objektorientiert mit PHP5 und MySQL entwickelt. Mithilfe der Smyfony2 Komponenten habe ich ein der neuen fokus Version angepasstes Framework entwickelt. Zusammen mit dem Laravel ORM Eloquent bildet es die Basis für das neue CMS.

angularjs
fokus² unter anderem auch mit AngularJS

 

Im Frontend kommt ein weiteres Framework zu Einsatz: AngularJS. Für eine fensterbasierte Anwendung bietet AngularJS alles, was benötigt wird. Da musste es einfach eingesetzt werden.

Eine Zusammenarbeit der beiden Frameworks ermöglicht kein reines MVC arbeiten, was ja im Prinzip eh in einem Webprojekt nur bedingt möglich ist, aber das Projekt ist klar strukturiert. Es ist halt eher ein MVVCM-Prinzip. Oder irgendwie sowas.

Die nächste Generation an Entwickler? : Sei dabei

Das Ganze hört sich verdammt spannend und ambitioniert an. Ist es auch. Nur hat das Ganze ein Problem. Torben Leuschner, der die technische Umsetzung von der ersten Version komplett alleine durchgezogen hat, muss sich leider für mindestens 9 Monate aus dem Projekt zurückziehen und kann dann erst wieder einsteigen. Er hatte die ganze Frontend-Entwicklung von fokus² übernommen, während ich den am php-Framework gearbeitet habe. Torben Leuschner? Ja, genau der Torben Leuschner, von dem ihr wahrscheinlich hier oder hier gelesen habt. Der mit dem was-soll-ich-schenken.net-Projekt. Genau der.

Kurzfristig muss diese Lücke gefüllt werden. Aber auch langfristig benötigen wir hier wesentlich mehr Manpower, als eine Person es leisten kann. Ich habe leider nicht die Zeit das Ganze alleine zu programmieren. Wir brauchen also mehr Entwickler. Entwickler, die Lust und das Können haben mit mir die neue Generation an Entwickler vom Projekt fokus zu werden.

Florian ist immer noch bei uns im Team. Er kümmert sich um die Organisation des Projektes und vor allem ist er der Herr der Konzepte, die wir ausgearbeitet haben. Außerdem füttert er uns mit dem Design für das Interface. Ich übernehme die Hauptverantwortung für das Framework und die Datenbank und Serverseitige Entwicklung.

Wir könnten jede Hand gebrauchen, die helfen kann. Allen voran folgende Leute:

Ich selber beherrsche PHP und MySQL sehr gut. Ich habe auch Ahnung was Konzipierung und Entwicklung angeht. Auch mit AngularJS kenne ich mich auch solide aus und mit HTML5 und CSS3 natürlich auch. Ich bin jahrelang ein Ein-Mann-Unternehmer gewesen, da habe ich mir umfangreiches Wissen in allen Bereichen angeschafft.

Ich kann also an allen Ecken und Stellen helfen. Solltest du also noch nicht ganz fit in dem einen oder anderen Bereich sein, dann macht das nichts, solange du bereit bist dazuzulernen und zusammen mit der Projekt zu wachsen.

Bezahlen können wir dich leider nicht. Es ist halt ein Open Source CMS. Aber Florian und ich haben uns einige Möglichkeiten und Ideen ausgearbeitet wie wir dich im Erfolgsfall seriös und verlässlich an diesem mit beteiligen können. Diese werden wir dir dann in einem persönlichen Gespräch mitteilen. Was du auf jeden Fall haben wirst: Du arbeitest mit einem kleinen, aber feinen Team und entwickelst das zukünftig beste CMS. Das würdest du dann natürlich in und auswendig kennen. Wenn das kein Vorteil ist.

Falls du dich dazu auserkoren fühlst, die Lücke Torben hinterlässt mit zu füllen, dann melde dich hier in den Kommentaren, per E-Mail oder über die Facebook-Seite vom fokus-Projekt. Oder schreib mir bei Twitter. Egal welche Möglichkeit du wählst, du erreichst uns schon.

Rathes Sachchithananthan

Rathes Sachchithananthan

Hi, ich bin Rathes. Gründer dieses Blogs. Darüber hinaus habe ich Aheenam gegründet, eine Agentur für digitale Lösungen. Dort konzipiere und entwickle ich die digitale Weiterentwicklung meiner Kunden. Ich brenne für das Thema "Tamilen und Tamil Eelam" und bin ein Microsoft-Fanboy. Du findest mich auch auf diversen sozialen Netzwerken

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